Rettungsgasse, Baustelle - wie geht's richtig?

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Geschrieben von Kamil Puchala
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rettungsgasse notarztDie Sache mit der Rettungsgasse ist scheinbar vielen Autofahrern unklar. Deswegen bringen wir hier nun eine Info, damit alle Bescheid wissen. Die LKW Fahrer wissen das, denn sie müssen regelmäßig zu Schulungen, werden auf neue Vorschriften trainiert. Der PKW Fahrer aber muss sich selbst informieren.

Jeder der auf den Autobahnen Europas unterwegs ist sollte es eigentlich wissen, und vor allem immer im Hinterkopf behalten: es könne ja auch mich erwischen, ein Unfall passiert schnell. Ein Reifen platzt oder Schlimmeres, dann ist jeder davon betroffen auf Hilfe zu warten, einen Notarzt zu benötigen oder einfach Polizei, Bergedienste usw. 

 

Darf ich die Rettungsgasse benutzen?

Nein. Nur Polizei- und Hilfsfahrzeuge dürfen die Rettungsgasse befahren. Hilfsfahrzeuge sind z. B. Feuerwehr- und Krankenwägen sowie Arzt- und Abschleppfahrzeuge.

Wie verhalte ich mich im Bereich einer Baustelle mit Fahrbahnverengung?

An engen Baustellen kann es schwierig sein, eine Rettungsgasse zu bilden. Versuchen Sie dort, möglichst weit links bzw. rechts zu fahren. Zusätzlich ist es sinnvoll, versetzt und mit entsprechendem Abstand zum Vordermann zu fahren. Bei engen Fahrstreifen kann es im Einzelfall zusätzlich erforderlich sein, den Mittelstreifen auf der linken Seite bzw. die Standspur auf der rechten Seite mit zu benutzen.

Gibt es Ausnahmeregelungen für Motorräder?

Nein. Grundsätzlich dürfen weder die Rettungsgasse noch der Standstreifen befahren werden. Eine Ausnahmeregelung für Kraftradfahrer besteht nicht.

Muss ich auch im Ausland eine Rettungsgasse bilden? 

Vergleichbare Regeln zur Bildung einer Rettungsgasse gibt es neben Deutschland auch in der Schweiz, Slowenien, Ungarn und Tschechien. In Österreich ist die Bildung und das Freihalten einer Rettungsgasse im Verkehrsgesetz verankert. 

Diese Regelungen zur Rettungsgasse gelten im Ausland.

Welche Strafe droht hier?

Die Bußgelder fallen im Ausland in der Regel höher aus als in Deutschland. In Österreich z. B. ist mit einer Strafe von bis zu 726 Euro zu rechnen; bei Behinderung von Einsatzfahrzeugen kann die Geldstrafe dort sogar bis zu 2180 Euro betragen.

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